Blended Learning – das steckt hinter dem Konzept

Blended Learning – das steckt hinter dem Konzept

Das Beste aus zwei Welten

Kaffee, Wein, Whiskey ... Das ist für viele vermutlich der Kontext, aus dem das Wort blend bekannt ist. Es bedeutet so viel wie „vermischt“ und bezieht sich auf die Herstellung der obengenannten Genussmittel. Anstatt beispielsweise beim Kaffee auf eine Bohne zu setzen, werden beim sogenannten Blend mehrere Bohnen miteinander kombiniert. So wird ein noch besserer Geschmack erreicht: Die Stärke einer der verwendeten Bohnen gleicht die Schwäche der anderen aus, und umgekehrt. Als Resultat entsteht eine Mischung (ein Blend) von besonders hoher Qualität.

Genauso ist blended im Kontext des Lernens und Lehrens zu verstehen. Es meint die Verzahnung verschiedener Lernformen zu einer harmonischen Einheit. Dabei liegt die Betonung auf der Verzahnung, denn einfaches Kombinieren mehrerer Lernformen gilt noch nicht als Blended Learning. Sie erinnern sich an das Beispiel mit den Kaffeebohnen? Durch die Vermischung verschiedener Bohnen wird eine Qualität erreicht, die eine Bohne allein nicht hätte. Genauso funktioniert Blended Learning: Durch die sinnvolle Verknüpfung verschiedener Lernformen können Lernende noch einfacher abgeholt und Lernziele noch besser erreicht werden.

Blended Learning – was wird miteinander verknüpft?

Blended Learning (auch: integriertes Lernen) ist seit vielen Jahren ein gängiger Ausdruck, um die Verknüpfung von klassischen Lernformen im Präsenzformat (Seminare, Workshops ...) mit onlinebasiertem Lernen zu beschreiben. Eigentlich umfasst das Konzept aber noch mehr: Blended Learning ist vor allem die Verknüpfung von synchronem und asynchronem Lernen, also dem Lernen, bei dem sich die Teilnehmenden zur gleichen Zeit am gleichen (auch digitalen) Ort treffen und dem zeitlich flexiblen, selbstgesteuerten Lernen. Diesem Verständnis nach kann Blended Learning also komplett im digitalen Raum stattfinden oder aber Off- und Online-Lernen miteinander verbinden. Diese Einteilung gibt Blended Learning eine noch größere Flexibilität, da Präsenz zwar möglich, aber nicht zwingend nötig ist.

Beispiele für Blended Learning-Modelle

Den einen Königsweg gibt es beim Blended Learning nicht. Je nach Zielgruppe und Lernziel lassen sich verschiedene Lernformate in unterschiedlicher Abfolge miteinander verknüpfen.

Gemeinsamer Auftakt vor selbstgesteuertem Online-Lernen

Häufig gibt es den Wunsch, zu Beginn einer Lerneinheit zunächst einen gemeinsamen Auftakt zu organisieren. Darin können einfach die Grundlagen für das gemeinsame Lernen und Arbeiten geschaffen werden. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, dass sich Lehrende und Teilnehmende persönlich kennenlernen.

Eigenverantwortlich Grundlagen schaffen, dann gemeinsam Lernen

Andersherum gibt es ebenso häufig die Notwendigkeit, als erstes Web Based Trainings oder Lernvideos einzusetzen, um die Lernenden auf einen einheitlichen Wissensstand zu bringen. Gemeinsam, ob nun off- oder online, finden sich danach alle gemeinsam zum Seminar oder Training zusammen.

Paralleler Einsatz von (Online-)Seminaren und digitalen Selbstlernangeboten

Die dritte Variante: Gemeinsames Offline- und Online-Lernen wird durch Web Based Trainings oder Lernvideos unterstützt. So kann gemeinsam Gelerntes zeitnah wiederholt und gefestigt werden.

Blended Learning im Unternehmen

Im beruflichen Kontext gibt es bezüglich Aus- und Weiterbildung immer wieder Herausforderungen. Haben alle Mitarbeiter:innen Zeit, um an einer Maßnahme teilzunehmen? Wie können alle Mitarbeiter:innen auf ihrem Wissenstand abgeholt werden? Wie garantieren wir, dass im eigenen Lerntempo teilgenommen werden kann? Befinden sich alle Mitarbeiter:innen am gleichen Ort? Wie viele können doch nicht teilnehmen, weil sie krank oder anderweitig verhindert sind? Kommen bei digitalen Weiterbildungsmaßnahmen alle Teilnehmenden gleich gut mit der Technik zurecht? Fragen über Fragen, die zeigen, mit wie vielen Unwägbarkeiten theoretisch zu rechnen ist.

Indem verschiedene Lernformen miteinander verknüpft und in eine Lerneinheit überführt werden, verschwinden diese Unwägbarkeiten jedoch nahezu. Kommen wir zurück zu unserem Beispiel der Kaffeebohnen: Gemeinsam sind die verschiedenen Bohnen besonders stark. Genauso ist es auch bei den Lernformen. Ein Hinweis soll jedoch nicht fehlen: Es geht nicht nur darum, „mehr“ zu machen. Wichtig ist, die richtige Kombination der Lernformen zu finden und, die richtigen Puzzleteile zusammenzufügen.

Um bei den Herausforderungen von weiter oben zu bleiben: In der Kombination von festem Termin und Selbstlernangeboten lassen sich alle Mitarbeiter:innen erreichen. Diejenigen, die stark eingebunden sind und deshalb nur schwerlich (Online-)Präsenztermine wahrnehmen können, profitieren von zusätzlichen Online-Angeboten, die sie zeitlich flexibel absolvieren können. Diejenigen, die sich (aus welchen Gründen auch immer) schwertun, digitale Lernangebote zu nutzen, erhalten in einem gemeinsamen Termin die Möglichkeit die Lerninhalte zu verstehen. Die Stärken jeder Lernform aber auch jeder verwendeten Lernmethode gleicht die Schwächen der anderen Lernformen und -methoden aus, so dass am Ende die Lernenden optimal abgeholt werden. Und genau das sollten wir nicht vergessen: Im Fokus der Bemühungen stehen genau sie.

Sie möchten Blended Learning im Unternehmen einführen? Wir beraten Sie gerne und finden gemeinsam mit Ihnen die richtigen Lernformate für Ihre Mitarbeiter:innen.

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