E-Learning – Training der Zukunft?

E-Learning – Training der Zukunft?

E-Learning gut gemacht – Chancen und Möglichkeiten

Ohne es so zu benennen, haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit in dieser Woche bereits die ein oder andere E-Learning-Einheit absolviert. Woher wir das wissen wollen, fragen Sie sich jetzt? Lassen Sie uns einen Blick auf Zahlen werfen.

Heute schon ge-E-learnt?

Im Dezember 2019 veröffentliche Google erstmals Angaben zu den Anfragen an ihre Suchmaschine: 3,5 Milliarden Suchanfragen sind es laut einer Präsentation auf der SEMrush Marketing Show täglich. Bei einer Weltbevölkerung von aktuell 7,7 Milliarden Menschen stellt also theoretisch jede:r einzelne Erdenbewohner:in alle zwei bis drei Tage eine Suchanfrage. Ziehen wir die Personen ab, die aus den verschiedensten Gründen keinen Zugang zu Suchmaschinen haben, liefert uns diese simple Rechnung den Grund für unsere Annahme, dass Sie in dieser Woche bereits mindestens eine Suche im Internet getätigt haben. (Die Conclusio, dass Sie zu dem Personenkreis gehören, der Zugang zu Suchmaschinen hat, ersparen wir Ihnen, geachtet der Tatsache, in welchem Medium Sie diesen Artikel lesen.)

Nun aber mal zur Sache! Was hat denn Ihr Suchverhalten mit E-Learning zu tun? Ganz einfach: Wenn Ihre Suche den Zweck erfüllt hat, Ihr Wissen zu erweitern, sind wir schon mitten im Metier: Sie haben etwas gelernt – und zwar auf elektronischem Weg. Und das ist die Grundbedeutung von E-Learning: elektronisches Lernen. Im konkreteren Sinne bezeichnet E-Learning die zielgerichtete Nutzung von Lernmaterialen über digitale Medien.

E-Learning als Methode

Weitaus spannender und umfassender als die Begriffsdefinition ist der Blick auf die Methode „E-Learning“. So vielfältig, wie Präsenztrainings gestaltet werden können, sind auch die Möglichkeiten, die uns im E-Learning zur Verfügung stehen. Um von einem zeitgemäßen und gelungenem E-Learning zu sprechen, sollten verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Lernenden können unabhängig von Zeit und Ort auf die Inhalte zugreifen.

  • Bei Einheiten, die die Lernenden alleine absolvieren, sind sie in ihrem Lernprozess selbstbestimmt und können ihr eigenes Tempo wählen und Inhalte wiederholen.

  • Die verschiedenen Lerntypen werden angesprochen und finden die Inhalte entsprechend aufbereitet.

  • Das gewählte Format unterstützt die Inhalte: So können Emotionen beispielsweise besonders gut in Videos vermittelt werden, Grafiken können einen komplizierten Sachverhalt gut auf den Punkt bringen, die Aufforderung gezeigte Handlungen konkret nachzuvollziehen, verankert das Gelernte besser.

  • Ob die Inhalte wirklich verstanden wurden und angewendet werden können, kann mithilfe von Quizeinheiten überprüft werden.

  • Professionell aufbereitetes und technisch einwandfrei eingebettetes Material sorgt für eine hohe Nutzerfreundlichkeit und vermeidet Frustration.

E-Learning BREUER+NOHR

Die Vorteile von E-Learning

Somit liegen in der Flexibilität und Vereinbarkeit, die E-Learning bietet, die großen Vorteile: Die Nutzer:innen können entscheiden, wann, wo und wie sie sich die angebotenen Lerninhalte aneignen. Da der individuelle Fortschritt gespeichert werden kann, kann eine Einheit auch unterbrochen werden, ohne dass wieder von vorne begonnen werden muss: ein weiteres Plus im heutigen, von Schnelligkeit geprägten, Arbeitsalltag. Für die Unternehmen bedeutet das eine flexiblere und effizientere Ressourcenplanung, nicht zuletzt, weil Reise- und Raumbelegungsplanung wegfallen.

Häufige Bedenken bei E-Learning

Bedenken oder Zweifel an E-Learning kommen in der Regel aus zwei Richtungen:

  1. Ist die Erstellung eines E-Learning nicht sehr aufwendig und damit kostenintensiv?

Zum einen gilt hier natürlich: E-Learning ist nicht gleich E-Learning, deshalb bringen die unterschiedlichen Formate jeweils andere Aufwände mit sich. Als grundlegendes Gegenargument lässt sich hier jedoch die Möglichkeiten des unbegrenzten Zugriffs vor Augen führen. Ein professionell erstelltes E-Learning kann lange und beliebig oft im Einsatz sein. Die Aufwände fallen im Gegensatz zu Präsenzschulungen einmalig an. Inhalte können jederzeit vereinzelt aktualisiert oder ausgetauscht werden. Auch kann eine beliebig große Gruppe teilnehmen.

  1. Und die Betreuung?

Die Lernenden im Blick, wenden Sie vielleicht ein, dass diese sich mit einem E-Learning-Format allein gelassen fühlen könnten. Die Möglichkeiten, dies zu verhindern, sind hier jedoch beinahe grenzenlos – zum Beispiel können sich Lernende einfach über virtuelle Lösungen mit Expert:innen, Trainer:innen und Kolleg:innen vernetzen. Mithilfe von Lernfortschrittsanalysen und Auswertung ihrer Ergebnisse können die Lernenden ihren Kenntnisstand überblicken und gezielt verbessern.

Mit E-Learning den Herausforderungen des Alltags begegnen

Unser heutiger Alltag fordert nicht nur in beruflicher Hinsicht verstärkt Flexibilität von uns. War bis Anfang des Jahres 2020 Homeoffice vor allem aus Mitarbeitenden-Sicht eine gern gesehene Option, konfrontierte uns die Corona-Pandemie ab März mit anderen Voraussetzungen. Die Notwendigkeit Präsenzarbeit um alternative, hybride Modelle zu ergänzen – und zeitweise sogar zu ersetzen – war gegeben. In verschiedenen Studien zeigte sich, dass eine deutliche Mehrheit mit mobilem Arbeiten sehr zufrieden ist. Die Produktivität blieb unverändert. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass viele Unternehmen verstärkt die Möglichkeit von Homeoffice anbieten wollen, auch wenn sich die Lage wieder entspannen wird. Mit guter Vorbereitung sollte ein Wechsel in flexiblere Modelle zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelingen. Der gelungene Einsatz von digitalen Tools ist dabei unverzichtbar.

Sind digitale Kommunikationstools und mobiles Arbeiten also die Stichwörter der Zukunft? Wenn wir uns künftig verstärkt im digitalen Raum treffen werden, ist es doch genau die richtige Zeit, dies auch auf Lern- und Weiterbildungsangebote zu übertragen. Bei allen Wandlungen in der Struktur und Umgebung, gilt es dennoch, den Lernenden nicht aus dem Blick zu verlieren. Jedes einzelne Format beim digitalen Lernen hat seine individuellen Vorteile und Stärken – so wie unsere Kund:innen ihre jeweiligen Anforderungen mitbringen. Für ein bestmögliches Ergebnis ist es elementar, Bedürfnisse zu erkennen und von diesem Ausgangspunkt aus das optimale Lernangebot zu entwickeln. Somit steht die Bedürfnisanalyse immer zu Beginn einer möglichen Zusammenarbeit.

Wenn Sie interessiert sind, E-Learning in Ihrem Unternehmen voranzutreiben, oder einen konkreten Trainingsbedarf haben, vereinbaren Sie gerne einen Termin, damit wir gemeinsam Ihr individuelles Training gestalten können.

Wollen Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Formate verschaffen? Wir haben einen Leitfaden erarbeitet, den wir Ihnen gerne zukommen lassen. Schreiben Sie uns eine E-Mail an kontakt@breuerundnohr.de mit dem Stichwort „Leitfaden digitales Lernen“.

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