Offenes STRUCTOGRAM-Seminar – Januar 2021

Offenes STRUCTOGRAM-Seminar – Januar 2021

BREUER+NOHR-Geschäftsführer Klaus Nohr über seine Rolle als STRUCTOGRAM-Trainer & das offene Seminar in Berlin

Der Geschäftsführer und Gründer von BREUER+NOHR Klaus Nohr (KN) ist seit 1992 zertifizierter STRUCTOGRAM-Trainer. Am 20. Januar 2021 findet das nächste offene Seminar in Berlin statt. Das haben wir zum Anlass genommen, mit ihm über seine Rolle als STRUCTOGRAM-Trainer zu sprechen.

bnm: Lieber Klaus Nohr, sind Sie als Geschäftsführer nicht zu beschäftigt, um selbst noch Seminare zu geben?

KN: Die Arbeit als Trainer lasse ich mir nicht nehmen. Es ist nicht so, dass mir ansonsten langweilig würde, aber es gibt mehrere Gründe, warum ich darauf nicht verzichten möchte.

Zum einen lege ich Wert darauf, dadurch auch ein Teil der operativen Arbeit zu bleiben, den Bezug nicht zu verlieren und authentisch zu bleiben. Außerdem ist es für mich wichtig, immer mal wieder mit komplett neuen Menschen arbeiten zu dürfen. Das STRUCTOGRAM ist etwas sehr Individuelles; jedes Seminar ist anders. Es macht mir jedes Mal große Freude, diesen Aha-Effekt bei den Teilnehmer:innen erleben zu dürfen.

Und schließlich kann man sagen: Ohne das STRUCTOGRAM gäbe es BREUER+NOHR nicht. Mein Partner Christoph Breuer und ich haben konträre Persönlichkeitsstrukturen, vermutlich hätten wir uns nie zusammengetan. Erst durch die Erkenntnisse durch das STRUCTOGRAM – auch er war zertifizierter Trainer – wurde uns bewusst, dass das, was wir auf den ersten Blick als Schwächen des andern abgetan hätten, gar keine sind. Wir haben verstanden, dass uns genau das perfekt ergänzt. Dass er mit seiner Stärke meine Schwächen ausgleicht und umgekehrt. Diese gemeinsame Erkenntnis hat uns auf besondere Weise verbunden.

bnm: Am 20. Januar 2021 wird es ein offenes STRUCTOGRAM-Seminar in Berlin geben. Für wen ist dieses Seminar geeignet?

KN: Für alle, die ihre „individuellen Stärken erkennen und gezielt für ihren Erfolg einsetzen“ möchten. Unter dem Titel findet das Seminar statt. Und genau das ist das Ziel: Selbstkenntnis und Verständnis für andere. In Gruppenarbeit geht es dann vor allem darum, zu überlegen was man mit diesen Erkenntnissen macht. Was bringt es mir im Umgang mit anderen und welche Herausforderungen in meinem Alltag lassen sich darauf zurückführen?

Das offene Seminar spricht hier besonders Einzelpersonen und Unternehmen an, für die sich aufgrund der Gruppengröße ein eigenes Seminar nicht lohnen würde. Oder auch für diejenigen, die einfach neugierig sind oder sich überlegen, die Methode im eigenen Unternehmen einzuführen. Außerdem ist auch jede:r unserer eigenen Mitarbeiter:innen mindestens einmal bei einem STRUCTOGRAM dabei, in diesem Fall wird also unser Berliner Büro vor Ort sein.

bnm: Werden da nicht auch sehr persönliche Momente miteinander geteilt?

KN: Der Raum dafür ist gegeben. Meist entsteht aus der Gruppe eine ganz eigene Dynamik, eine Art Sogwirkung. Es werden Erlebnisse und Beispiele mit den anderen Teilnehmer:innen geteilt, die sich im Kern der Erfahrung häufig ähneln. Das ist für alle Beteiligten immer ein aufschlussreicher Austausch.

bnm: Können Sie uns einen klassischen Einsatz oder Anlass für ein Inhouse-STRUCTOGRAM-Seminar geben?

KN: Ich habe in den vergangenen Jahren viele Seminare gegeben, bei denen Teams aus größeren Unternehmen ganz neu zusammenwürfelt wurden. Da trafen zum Beispiel Kolleg:innen aufeinander, die sich vorher nicht kannten: aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen und aus ganz verschiedenen Hierachieebenen. Und die sollten dann gemeinsam einen Geschäftsbereich komplett neu aufziehen.

Als kommunikationsintensive Teambuilding-Maßnahme und, um sich über die Vorteile von Heterogenität in Gruppen bewusst zu werden, kann ein STRUCTOGRAM einen wichtigen Beitrag leisten.

Klaus Nohr

bnm: Wäre es ausreichend, wenn lediglich eine Auswahl an Mitarbeiter:innen das Seminar besucht, um eine Veränderung im Unternehmen zu bewirken?

KN: Eigentlich braucht es immer nur einen Menschen, um eine Veränderung anzustoßen – egal ob mit oder ohne Seminar. Wenn Sie jedoch Ihre Unternehmenskultur grundlegend verändern möchten, ist es hilfreich, so vielen Mitarbeiter:innen wie möglich den „Schlüssel“ der STRUCTOGRAM-Methode mitzugeben.

Bei BREUER+NOHR legen wir darauf Wert, dass alle Kolleg:innen die Methode kennenlernen. Bei uns geht das mittlerweile so weit, dass wir über Verhaltensweisen in Farben sprechen. Oftmals lässt sich die ein oder andere Hauptkomponente nicht leugnen!

bnm: Können Sie zu den Effekten der STRUCTOGRAM-Methode noch mehr erzählen?

KN: Sie können sich das so vorstellen: Wir stehen zu dritt in einem Raum mit drei nebeneinanderliegenden Fenstern, jede:r steht vor einem der Fenster. Wir schauen hinaus und man könnte sagen: Wir sehen alle dasselbe. Dennoch nimmt jede:r von seiner Perspektive aus einzelne Dinge wahr, die der andere aus seinem Fenster nicht sieht, weil wir alle ein anderes Sichtfeld haben.

Das STRUCTOGRAM hilft mir dabei, das zu erkennen. Dass jede:r aus seinem Blickwinkel auf die Dinge schaut und sie von da aus wahrnimmt. Ich hoffe, man kann mit diesem Bild etwas anfangen?

bnm: Bestimmt – alles eine Frage der Perspektive!

KN: Genau. Und mit dieser Erkenntnis arbeiten wir an dem Tag. Es geht also auch um das, was man „zielgruppenorientiertes Handeln“ nennt: das Gegenüber besser zu verstehen, um auf seine Bedürfnisse so eingehen zu können, dass alle davon profitieren. Die Effekte sind natürlich unterschiedlich stark ausgeprägt, bei manchen mehr, bei anderen weniger.

Lassen Sie mich Ihnen ein Beispiel geben: Eine Frau aus meinem Netzwerk hat im vergangenen Jahr an einem offenen Seminar teilgenommen. Sie ist eine selbstbewusste, sympathische und äußerst erfolgreiche Person. Eine von der man denken würde: „Der macht so schnell keiner was vor!“. Sie schrieb mir einige Wochen nach dem Seminar, dass sie in ihrer jahrzehntelangen Berufserfahrung schon viele vergleichbare Trainings besucht hatte. Doch nichts war gleichzeitig so einfach und effektiv wie das über die STRUCTOGRAM-Methode. Sie wäre nicht leicht zu beeindrucken, doch müsse sie nun nach einigen Wochen feststellen, wie häufig sie diese neu gewonnene Kenntnis nutzt und – das war für sie persönlich wohl das gravierendste – wie gelassen sie dadurch in manchen Situationen wurde.

Ich verstehe, dass man sich das kaum vorstellen kann, wenn man noch kein STRUCTOGRAM-Seminar besucht hat. Das klingt wie Zauberei, beruht aber ganz klar auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

bnm: Beim STRUCTOGRAM geht es um eine Art Typisierung. In den USA ist es üblich, nach bestimmten Persönlichkeitstypen bei zu besetzenden Stellen zu suchen. Handhaben Sie das bei BREUER+NOHR auch so?

KN: Nicht direkt. Wir schreiben nicht in die Stellenanzeige, dass wir jemanden mit einer bestimmten Hauptkomponente suchen. Jedoch erkenne ich diese aufgrund meiner Erfahrung oft bereits in Vorstellungsgesprächen.

Häufig suchen bestimmte Typen automatisch nach einem zu ihnen passenden Beruf. Ein Zahlentyp ist in der Buchhaltung gut aufgehoben, eine „Rampensau“ wird dort jedoch wohl eher nicht glücklich – kann dafür im Vertrieb punkten.

Mir ist es als Arbeitgeber wichtig, dass ich den Eindruck habe, alle tun das, was ihnen am besten liegt. Und die Konstitutionen sind ja nicht in Stein gemeißelt. Ich habe schon ab und zu eine Überraschung erlebt – zum Glück!

bnm: Wie meinen Sie das?

KN: Es ist menschlich, sich nicht immer sicher zu sein und dann von anderen überrascht zu werden. Und außerdem muss ich auch festhalten: Die STRUCOGRAM-Methode ist kein Allheilmittel. Sie führt zu wichtigen Erkenntnissen. Doch wenn bei Ihnen persönlich oder im Unternehmen etwas grundsätzlich schiefläuft, werden Sie das wahrscheinlich nicht mit einem eintägigen Seminar reparieren können.

bnm: Sie bieten das STRUCTOGRAM auch als reines Online-Seminar an. Ist das gleichwertig, oder eher eine Ergänzung zum klassischen Präsenztraining?

KN: Es ist gleichwertig, die Erkenntnisse sind auf jeden Fall dieselben, die Übungen ähnlich. Das Online-Seminar ist zur Zeit der Corona-Pandemie von der deutschen STRUCTOGRAM-Gesellschaft entwickelt worden, als an Präsenztrainings nicht zu denken war. Mithilfe moderner Technik und einigen Anpassungen in der Methodik wurde eine sehr gute Alternative zum Präsenzseminar geschaffen.

bnm: Wir fassen zusammen: Man sollte einmal ein STRUCTOGRAM-Seminar besucht haben. Ob analog oder digital – jeder profitiert davon.

KN: Das bestätige ich aus meiner Rolle als Trainer und Anbieter natürlich! Ich bin davon überzeugt, dass alle Teilnehmer:innen von den Seminaren etwas mitnehmen. Ich habe mir schon gelegentlich das Angebot einer Geld-zurück-Garantie erlaubt – bisher wurde ich immer bezahlt!

bnm: ... und alle hatten auch noch Spaß dabei! Lieber Klaus Nohr, wir danken Ihnen für die Zeit und wünschen Ihnen im Januar beim offenen Seminar in Berlin einen spannenden Tag!

KN: Danke, das wünsche ich mir auch. Ich hoffe, ich konnte ein paar Interessenten gewinnen!


Für das Seminar am 20. Januar 2021 sind noch wenige Plätze frei. Melden Sie sich gerne per Mail unter termine@breuerundnohr.de an oder schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen haben. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage behalten wir uns vor, das Seminar eventuell auch als Online-Seminar durchzuführen.

Wenn Sie Interesse an einem unternehmensinternen STRUCTOGRAM-Seminar haben, kommen Sie bitte auf uns zu. Wir bieten im gesamten Bundesgebiet und online Seminare an.

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