Mitarbeiter:innen direkt am Arbeitsplatz weiterbilden

Mitarbeiter:innen direkt am Arbeitsplatz weiterbilden

Wissensvermittlung mit den BREUER+NOHR LernPartner:innen

Zum Team von BREUER+NOHR gehören rund 100 LernPartner:innen in ganz Deutschland. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Unternehmen ihren Mitarbeiter:innen direkt am Arbeitsplatz neues Wissen vermitteln möchten. Wir haben mit unseren Lernpartner:innen Carla Weigel und Alexander Urig gesprochen, um zu erfahren, worauf es bei ihrem Job ankommt.

Bevor wir Carla und Alexander zu Wort kommen lassen, beginnen wir zunächst mit Sandra Fröhlig. Sie koordiniert die LernPartner-Einsätze bei BREUER+NOHR und leitet ein: „Wir organisieren pro Jahr rund 1.800 LernPartner-Einsätze für unsere Auftraggeber in ganz Deutschland, bereiten diese vor und setzen sie um. Ihre Einsätze haben immer den Zweck der Wissensvermittlung. Deshalb nennen wir sie ganz bewusst „Lernpartner:innen“. Ihre Aufgabe ist es, den Mitarbeiter:innen unserer Auftraggeber beim Erlernen von Neuem aktiv zu begleiten – und das direkt am Arbeitsplatz.“

Welche Motivation unsere Auftraggeber damit verfolgen? „Einer unserer langjährigsten Kunden machte beispielsweise die Erfahrung, dass bei einem Technik-Austausch vor Ort, der lediglich durch ein Handbuch begleitet wurde, das anschließende Serviceaufkommen extrem hoch war – sowohl über die firmeninterne Hotline aus auch über meist unnötig ausgelöste Techniker-Einsätze. Durch Einführungen von neuer Technik in Verbindung mit unseren LernPartner-Trainings lag das anschließende Serviceaufkommen bei null Prozent“ , erklärt Sandra Fröhlig weiter.

Der Trainingsablauf bei unseren LernPartner-Einsätzen ist etwas Besonderes, da diese immer auch Impulsgeber sind. Die Mitarbeiter:innen sollen und dürfen Dinge selbst ausprobieren und anwenden. Die Trainings sind weit entfernt von Frontalunterricht. „Auch die Menschen, die als Lernparner:in arbeiten, sind etwas Besonderes. Sie besitzen ein außergewöhnliches Maß an Empathie, haben pädagogische Fähigkeiten und sie bleiben immer gelassen und professionell. So wie Carla und Alexander“, freut sich Sandra Fröhlig.

bnm: Carla und Alexander, schön, dass ihr Zeit für uns gefunden habt. Erzählt mal, was macht ihr in euren Einsätzen als Lernpartner:in?

Carla: Wir als Lernpartner:innen haben verschiedene Funktionen. Wir werden immer wieder dort eingesetzt, wo Unternehmen ihre Mitarbeiter:innen weiterbilden wollen – direkt am Arbeitsplatz. Vor allem wenn es um Anwendungswissen geht, wenn also zum Beispiel neue Software oder ein neues Tool eingeführt werden soll. Dann sind wir vor Ort, übernehmen das Training und erproben das Gelernte gleich in der Praxis.

bnm: Seit wann seid ihr als Lernpartner:in für B+N unterwegs?

Carla: Ich bin seit Dezember 2016 mit an Bord. Eine Freundin von mir hatte schon ein Jahr zuvor bei BREUER+NOHR angefangen und gab mir den Tipp. Nach meinem ersten Gespräch mit Sandra war sehr schnell überzeugt, dass der Job für mich perfekt passt.

Alexander: Ich bin erst seit Kurzem dabei, seit Dezember 2021. Ich habe mich beworben, weil ich meinen Nebenjob wegen der Pandemie leider aufgeben musste. Ich hatte zwar erst einen längeren Einsatz, aber ich bin auch sehr begeistert. Der Umgang mit immer neuen Menschen gefällt mir sehr!

Carla und Alexander

bnm: Wie werdet ihr denn auf die Einsätze vorbereitet?

Carla: Wir haben meistens zwei bis drei Tage intensives Training, bei dem wir alles mögliche durchspielen: welche Aufgaben oder welche Fragen uns begegnen könnten. Wir lernen unsere Auftraggeber und die Zielsetzung des Einsatzes kennen. Dieser Blick hinter die Kulissen hilft und sehr, denn damit haben wir klares Bild von dem, was unser Einsatz bewirken soll.

bnm: Wie war das erste Vorbereitungstraining für dich, Alexander?

Alexander: Ich habe mit einem Kommilitonen das Training absolviert. Es war echt super, dass ich schon jemanden kannte. Aber ich bin auch schnell mit den anderen ins Gespräch gekommen. Was mir während der Vorbereitung aber am meisten gebracht hat, war zu verstehen, dass es sich bei der LernPartner-Aufgabe nicht einfach um einen Promotion-Job handelt.

bnm: Könnt ihr das ein bisschen weiter ausführen? Was ist das Besondere am Lernpartner-Konzept und wo seht ihr die Unterschiede zu klassischen Promotern?

Carla: Die Zielsetzung ist eine andere. Wir sind dafür da, die Lernenden zu befähigen, ihren Job noch besser zu machen – also um beispielsweise ihre Kund:innen besser zu beraten und ihre Produkte besser verkaufen zu können. Unsere Trainings bieten ihnen einen wirklichen Mehrwert, weil wir ihnen etwas erklären, zeigen oder auch direkt Hilfestellung leisten. Darüber hinaus lassen wir sie die Dinge selbst entdecken und ausprobieren.

Alexander: Ja, genau, wir verstehen uns nicht als Lehrer, die ihr Programm runter rattern, sondern leiten und regen an, selbst aktiv zu werden. Manche Mitarbeiter:innen scheuen sich ein bisschen, etwas selbst auszuprobieren, vor allem, wenn es um Technik geht. Diese Scheu nehmen wir ihnen. Am Ende geht es darum, dass die Lernenden Erfolgserlebnisse haben, und das gelingt uns sehr gut.

bnm: Wie schafft ihr es, die Mitarbeiter:innen zu motivieren?

Carla: Wir vermitteln die Inhalte zumeist spielerisch und arbeiten mit vielen praktischen Aufgaben. Ich finde es wichtig, dass die Mitarbeiter:innen am Ende nicht nur alles wissen, sondern auch alles können. Der Lerneffekt ist dann meistens am größten.

Alexander: Ja, das sehe ich genauso. Und wir sind ja auch eine Unterstützung bei der täglichen Arbeit. Der Druck soll herausgenommen werden, indem die Mitarbeitenden wissen: Da steht mir jemand zur Seite, der mir hilft und mich unterstützt. Wir sind dafür zuständig, die Herausforderungen zu lösen und eine Entlastung zu ermöglichen. Mir ist es wichtig, eine gute Atmosphäre zu schaffen, indem ich immer freundlich und verständnisvoll bin. Aber genau das spornt mich an, dass ich die Mitarbeiter:innen wieder beruhigen kann und sie dann ihre Gelassenheit zurückgewinnen.

bnm: Was macht ihr, wenn ihr nicht gerade als LernPartner:in unterwegs seid?

Carla: Es gab Phasen, in denen war ich zwar mehr für BREUER+NOHR tätig als zu studieren, doch ich studiere hauptsächlich. Ich belege unter anderem die Fächer Betriebspädagogik und Personalentwicklung, was mir bei der Lernpartner-Tätigkeit schon viel geholfen hat. Die Einsätze machen einfach unglaublich viel Spaß und sie haben mir auch persönlich sehr viel gebracht. Ich werde mein Studium jedoch bald abschließen. Mal sehen, wie es dann bei mir weiter geht. Der Job als Lernpartnerin ist zum Glück nicht nur etwas für Studenten. Auch Freiberufler, Selbständige oder Personen in Elternzeit sind dabei.

Alexander: Ja, ich studiere auch, und zwar Lehramt. Und ich denke, meine pädagogischen Vorkenntnisse sind sehr hilfreich, was meine Tätigkeit als LernPartner angeht.

bnm: Was denkt ihr, sind die Vorteile eines LernPartner-Einsatzes vor Ort?

Carla: Der persönliche Kontakt ist bei manchen Themen das A und O. Vor Ort lässt sich eine Verbindung zu den Mitarbeitenden aufbauen. Dadurch entwickelt sich mehr Vertrauen und die Inhalte lassen sich sehr gut vermitteln. Außerdem gibt es Raum für Smalltalk, das macht das Ganze einfach entspannter.

Alexander: Ich bin auch ein Fan von persönlichem Kontakt. Die Mitarbeiter:innen trauen sich im persönlichen Austausch vor Ort, mehr Fragen zu stellen. Deshalb kann schneller und auch intensiver das notwendige Know-How vermittelt werden.

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